
Beltrán Gonzalez
Beltrán Gonzalez ist ein argentinischer Komponist, Dirigent und Forscher in Berlin. Seine Arbeit zentriert sich auf practices of care und versteht Komposition als eine Form der Auseinandersetzung mit dem Realen in seinen Widersprüchen, Begehren und instabilen Narrativen. Ausgehend von Archivmaterialien, Found Footage, Objekten und bürokratischen Texten re-konfiguriert er Fragmente der Realität, um Situationen zu eröffnen, in denen unterschiedliche Temporalitäten und Perspektiven koexistieren und sich überlagern.
Er ist derzeit PhD-Kandidat an der Kunstuniversität Graz, wo er im Rahmen seines Forschungsprojekts Distortion, irony, and blurring: Performing alternative histories through compositional transformations of the real neue narrative Strategien in der archivbasierten Musik untersucht. Seit 2025 ist er Artistic Manager des Ensemble Aventure sowie Mitbegründer und Dirigent von Kollektiv Unruhe.
Seine Arbeiten wurden international von Ensembles wie Musikfabrik, Riot Ensemble, Black Page Orchestra, Schallfeld Ensemble, Ensemble Ascolta, Vertixe Sonora und NAMES aufgeführt und umfassen unter anderem eine Kurzoper, die 2024 am Staatstheater Kassel uraufgeführt wurde. Als Dirigent arbeitete er mit Vertixe Sonora, FontanaMix, 2k+ Ensemble, Zafraan Ensemble und Divertimento Ensemble.
2025 wurde er für eine Porträt-CD der Edition Zeitgenössische Musik ausgewählt, 2026 erhielt er das Villa-Serpentara-Stipendium der Akademie der Künste Berlin. Er studierte Dirigieren in Argentinien sowie Komposition in Berlin und Paris.